E-Book-Reader im c’t-Test

Wer sich für E-Book-Reader interessiert, sollte die aktuelle Ausgabe der ct’ nicht verpassen, das Magazin bringt E-book-Lesegeräte als Titelthema und vergleicht aktuelle Modelle. Wie gewohnt kritisch und ausführlich werden Kindle und Co unter die Lupe genommen. Sehr lesenswert. Hier noch die Pressemeldung zum CT-Testbericht:

E-Book-Reader sind handlich und eignen sich für die Lektüre längerer Texte besser als jeder PC und jedes Handy. Die speziellen Displays stellen elektronische Bücher gestochen scharf und augenfreundlich dar und die Akkus halten mehrere Wochen, schreibt das Computermagazin c’t [2] in der Ausgabe 25/09.

ct2520091 212x300 E Book Reader im ct Test

Es gibt in Deutschland rund ein Dutzend verschiedener E-Book-Modelle im Taschenbuch-Format, mit denen man elektronische Bücher lesen kann. Die Displays benötigen nur beim Umblättern Strom, weshalb man die Technik auch als “elektronisches Papier” bezeichnet. Auch ohne aktive Beleuchtung sehen Texte gestochen scharf aus, weil die Displays aus kleineren und daher mehr Bildpunkten zusammengesetzt sind als bei Notebook- und Handydisplays.

Von den vielen verschiedenen Formaten, in denen E-Books angeboten werden, ist das quelloffene Epub am weitesten verbreitet. Das Angebot an deutschsprachigem digitalem Lesestoff im Epub-Format ist mit mehreren tausend E-Books recht groß, aber noch lange nicht umfassend. Im Format Mobipocket gibt es vorwiegend Klassiker und ausgefallene Belletristik, englischsprachig auch Bestseller. Die größte Auswahl an elektronischen Beststellern gibt es aber bei Amazon – allerdings fast nur auf Englisch und ausschließlich in einem speziellen Format.

Der Kindle von Amazon hat im c’t-Test vor allem mit einer einfachen Bedienung überzeugt. “Dank der integrierten Funktechnik UMTS braucht man gar keinen PC, sondern kauft die Bücher einfach online. Und die Menüs sind ganz auf das Lesen ausgerichtet”, berichtet c’t-Redakteur Achim Barzcok. Allerdings kann das Gerät im Gegensatz zum restlichen Testfeld keine Bücher im Epub-Format anzeigen. Ähnlich wie der kompakte Cybook Opus ist es aber auffallend schnell beim Umblättern. Der Hanvon N518 besitzt eine besonders gute Handschrifterkennung für die Eingabe von Notizen, der Sony Reader lässt sich nicht nur mit einigen Tasten, sondern zusätzlich mit den Fingern direkt auf dem Display bedienen, schwächelt aber bei der Displayqualität. Der Digital Reader kostet mit 700 Euro mehr als doppelt so viel wie die Konkurrenz, zeigt dafür aber als einziges Gerät auch PDFs leserlich an. Einen ordentlichen Musikplayer findet man bei Iriver Story, der außerdem auch Office-Dokumente aufs Display bringt.

Quelle: Pressemitteilung ct vom 20.11.2009

http://www.ctmagazin.de
http://www.radioservice.de

Veröffentlicht unter Reader | Verschlagwortet mit , , , , , | Kommentare deaktiviert

Sony stellt auf EPUB Format um

Sony hat angekündigt, zukünftig voll auf den Standard EPub zu setzen. Bis zum Ende des Jahres will Sonyden eigenen eBook Store komplett auf EPub umgestellt haben. Die gerade angekündigten neuen Reader PRS-300 und PRS-600 sollen das Format bereits standardmäßig lesen, ältere Modelle erfordern teilweise eine Übertragung der ebooks mit Adobes Digital Editions. Für die ersten Sony Reader PRS-500 wird es entsprechende Updates geben.

Mit der Umstellung auf das EPub Format will Sony die Unsicherheit aus dem Markt für digitale Bücher nehmen und im Sony ebook Store gekaufte Bücher auf unterschiedlichsten Lesegeräten verfügbar machen. Offenbar hat Sony hier aus den Fehlern der Vergangenheit gelernt, man erinnere sich nur an proprietäre Musikformate auf Sony’s MP3-Playern. Diesmal will Sony bei der Unterstützung von Industriestandards als Vorbild vorangehen, so Steve Haber, Chef der Sony Digital Reading Business Division. Eine Welt voller proprietärer Formate und DRM schafft Silos und beschränkt das Wachstum des Marktes, Verbraucher sollten sich keine Gedanken darüber machen müssen, welches Lesegerät mit welchem Ebook Store funktioniert. Eine klare Ansage an Amazon mit seiner streng geschlossenen Kindle-Infrastruktur, die nicht zuletzt wegen seiner Löschungen von bereits gekauften ebooks auf den Kindle Readern der Kunden in starke Kritik geraten ist.

Veröffentlicht unter Allgemeines | Verschlagwortet mit , , , , , | Kommentare deaktiviert

Gartner’s Hype Cycle Report 2009: Es geht bergab für E-Reader

Das Analysten-Haus Gartner hat seinen berüchtigen Hype-Cycle Report für 2009 veröffentlicht. Ebooks (und Ebook Reader) gehören laut Gartner demnach zu den Technologien auf dem Gipfel der überhöhten Erwartungen.

In seinem jährlichen Report beurteilt Gartner seit Jahren Trends und Technologien anhand eines selbst entwickelten Hype Cycle. Hierbei handelt es sich um eine Berg-und-Tal-Kurve, anhand derer Entwicklungstand und Marktdurchsetzung von neuen Technologien und Trends beobachtet werden können. Die Etappen benennt Gartner dabei sehr bildhaft:

gartner hype cycle 2009 technology2 Gartners Hype Cycle Report 2009: Es geht bergab für E Reader

Quelle: Gartner 2009

“Ebook-Reader von Sony oder Amazon’s Kindle haben in 2009 für viel Aufmerksamkeit gesorgt. Allerdings leiden die E-Book Lesegeräte immer noch unter proprietären Dateiformaten und digitalem Rechtemanagement (DRM). Diese Einschränkungen und der hohe Preis sind immer noch der limitierende Faktor”. Laut Gartner folgt auf den Gipfel der zu hohen Erwartungen das Tal der Ernüchterung, wenn man diesen Prognosen glauben mag, geht es also demnächst erstmal bergab für den E-Reader-Markt.

Wenn man die Merkmalen der einzelnen Phasen des Hype Cycles auf die Ebook-Technologie anwendent, würde dies für die nahe Zukunft der E-Reader bedeuten:

- negative Berichterstattung in der Presse beginnt
- Konsolidierung und Versagen bei Herstellern und Lieferanten
- weniger als 5% der potentiellen Zielgruppe besitzt einen E-Reader

Bis zum magischen “Slope of Enlightenment”, also der Wachstumsphase, in der wir eine ausgereiftere 2. und  3. Generation von E-Readern und eine ernsthafte Marktdurchsetzung von 20 bis 30% erleben werden, können durchaus noch einige Jahre vergehen.

Die Gartner-Einschätzungen sind natürlich auch immer etwas Kaffeesatzleserei, aber die Argumente und Merkmale des Hype Cycle treffen es bei der E-Reader-Technologie eigentlich schön auf den Punkt. Ohne ausgereifte, benutzerfreundliche Produkte, die auch von normalen Haushalten angenommen werden, können E-Reader nur ein Nischen-Thema bleiben. Apple hat es mit dem ipod vorgemacht.

Veröffentlicht unter Allgemeines | Verschlagwortet mit , , , , , , , , , , , | Kommentare deaktiviert

Neue Sony Reader PRS-300 und PRS-600

Nachdem vor ein paar Tagen noch heftig spekuliert wurde, als zwei neue PDF-Handbücher “auftauchten”, ist es jetzt offiziell: Sony kündigte am 5. August die neuen, günstigeren Reader PRS-300 und PRS-600 an und will zukünftig die Preise für ebooks erschwinglicher machen. Neuveröffentlichungen und New York Times Bestseller sollen im US Sony ebook store vür 9,99$ erhältlich sein.

Beide Modelle sind als preiswerte Einstiegsmodelle konzipiert. Der Sony Reader PRS-300 Pocket Edition soll mit einem Preis von 200$ vor allem neue Leser ansprechen, für das Geld bekommt man allerdings keinen erweiterbaren Speicherplatz, sondern muß mit 512Mb internem Speicher auskommen. Da sich hierauf zwar eine ausreichend große Bibliothek an ebooks, aber keine Musik-Sammlung sinnvoll ablegen lässt, fehlt auch eine Abspiel-Funktion für Mp3-Dateien. Der Pocket Reader soll in die Jacken- oder Handtasche passen und bis zu 2 Wochen mit einer Batterieladung auskommen.

Als Einstiegsgerät ist der Sony PRS-300 dank des günstigen Preises trotz der einfachen Ausstattung sehr interessant, es bleibt jedoch abzuwarten, wie sich die Preisgestaltung in Deutschland entwickelt.

Dem Reader PRS-600 hat Sony ein berührungsempfindliches Touch-Display spendiert, interessant ist hier die Möglichkeit per Fingerdruck oder mit einem Stylus Stift zu navigieren und Notizen zu machen – nicht nur für alte Palm-Fans sicher ein willkommenes und nützliches Feature. Enthalten ist ausserdem ein Oxford American English Wörterbuch (über lokalisierte Versionen für den europäsichen Markt ist noch nichts bekannt). Der Sony PRS-600 kann mit SD-Cards und Memory Stick erweitert werden. Es fehlt das von der aktuellen Sony Reader Generation bekannte Leselicht.

1PRS 600 Reader Angle Black med1 Neue Sony Reader PRS 300 und PRS 6001PRS 600 Reader Front Red copy med1 Neue Sony Reader PRS 300 und PRS 600 Neue Sony Reader PRS 300 und PRS 600 Neue Sony Reader PRS 300 und PRS 600

Endlich ist auch Schluss mit dem Einheitsgrau, die neuen Sony Reader kommen in schicken Farben wie blau, rot und schwarz oder das bekannte silber.

Die neuen Lesegeräte sollen schon in Kürze in den USA erhältlich sein. Die Zeit vermutet, dass die Reader auf der Funkaustellung Ifa in Berlin Anfang September in Deutschland vorgestellt werden.

Die Produktdetails und Spezifikationen der neuen Sony Reader:
Sony Reader PRS-300
Sony Reader PRS-600

Veröffentlicht unter Reader | Verschlagwortet mit , , , | 1 Kommentar